Die Z-Zahl gibt die gesamte Zinkmenge auf beiden Seiten des Blechs in Gramm je Quadratmeter an: Z100 = 100 g/m², Z275 = 275 g/m². Je größer die Zahl, desto dicker die Auflage und desto länger der Korrosionsschutz.
Die Wahl richtet sich nach der Aggressivität der Umgebung, in der das Erzeugnis stehen wird; nicht „je mehr, desto besser“, sondern „das zur Umgebung Passende“ ist richtig.
Klassen und typische Verwendung
| Z100 | Innenraum, geschützte Umgebung, leichte Profile |
|---|---|
| Z140 | Innenraum mit teilweiser Außeneinwirkung; allgemeiner Zweck |
| Z200 | Außenbereich, Dach- und Fassadenanwendungen |
| Z275 | Aggressive Umgebung: Küste, feuchte Industrie, Landwirtschaftsbauten |
Wie die Beschichtung schützt
Zink schützt auf zwei Arten: Als physische Sperre unterbricht es den Kontakt des Stahls mit der Luft, und durch kathodischen Schutz opfert es sich an offenen Stellen wie Kratzern selbst.
Dank dieser zweiten Eigenschaft erzeugen kleine Kratzer nicht sofort Rost; das Zink aus der Umgebung schützt die offene Stelle.
Abschätzung der Lebensdauer
Mit zunehmender Schichtdicke verlängert sich die Lebensdauer proportional; bestimmend ist jedoch die Umgebung. Salzhaltige Feuchte am Meer, schwefelhaltige Luft im Industriegebiet und Ammoniak in Landwirtschaftsbauten zehren das Zink schnell auf.
Deshalb ergibt dieselbe Z-Klasse in zwei verschiedenen Regionen sehr unterschiedliche Lebensdauern. Treffen Sie die Wahl in Kenntnis der Umgebung.
Ein häufiger Fehler
Aus Kostengründen in einer Küstenregion eine niedrige Auflageklasse zu wählen. Der kurzfristig eingesparte Unterschied wird durch die frühzeitige Erneuerung mehr als aufgezehrt.
Der zweite Fehler besteht darin, die Beschichtung mit der Blechdicke zu verwechseln: Die Dicke bestimmt die Tragfähigkeit, die Beschichtung die Korrosionslebensdauer.
