Zolllager werden zunächst in zwei Gruppen unterteilt, offene und private: In ein offenes Zolllager darf jeder Ware einlagern, in ein privates nur der Betreiber seine eigene Ware. Unterhalb dieser Unterscheidung stehen die Typen A, B und F (offen) sowie C, D und E (privat).
Der Typ bestimmt, in wessen Verantwortung und nach welchen Regeln Ihre Ware gelagert wird. Deshalb sollte man von einem Zolllagerbetreiber den Typ zusammen mit der Zolllagernummer verlangen.
Offene Zolllager: Typ A, B und F
Offene Zolllager nehmen Ware Dritter an. Der Unterschied zwischen ihnen liegt darin, bei wem die Verantwortung liegt.
| Typ A | Der Betreiber ist verantwortlich; er führt die Bestandsaufzeichnungen. Der häufigste Typ. |
|---|---|
| Typ B | Die Verantwortung liegt beim Warenbesitzer; der Betreiber stellt nur den Raum bereit. |
| Typ F | Ein von der Zollbehörde selbst betriebenes Zolllager. |
Private Zolllager: Typ C, D und E
In ein privates Zolllager kommt nur die eigene Ware des Betreibers; der Betreiber ist zugleich Eigentümer der Ware.
| Typ C | Betreiber und Warenbesitzer sind dieselbe Person. |
|---|---|
| Typ D | Ähnlich wie Typ C; bei der Auslagerung kann ein vereinfachtes Verfahren angewendet werden. |
| Typ E | Ein bewilligungsgebundenes privates Zolllager, für das keine bestimmte Lagerstätte verlangt wird. |
Welcher Typ zu Ihnen passt
Wenn Sie ein Importeur sind, der eigene Ware einlagern lässt, ist das offene Zolllager vom Typ A die häufigste und praktischste Lösung: Der Betreiber ist verantwortlich, er führt die Bestandsaufzeichnungen, und Sie verfolgen lediglich Ihre Ware.
Für Unternehmen mit ständiger Einfuhr in großem Umfang, die im eigenen Betrieb lagern möchten, kommt ein privates Zolllager vom Typ C oder D in Betracht; dafür müssen Sie jedoch eine eigene Zolllagerbewilligung erlangen.
Warum nach der Zolllagernummer gefragt wird
Die Zolllagernummer wird vom Handelsministerium vergeben und bezeichnet jedes Zolllager eindeutig. Sie steht in der Anmeldung.
Lagern Sie keine Ware an einer Adresse ein, deren Nummer sich nicht überprüfen lässt. Wird die Nummer zusammen mit dem Typ verlangt, ist damit auch der Status des Zolllagers bestätigt.
