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Metallprodukte in der Fertigung

Was ist die aktive Veredelung?

Eines der wichtigsten Verfahren fuer exportierende Hersteller. Wir erklaeren die beiden Systeme, die Bewilligung und die Erledigung.

Außenhandel und Transit 2 Min. Lesezeit

Die aktive Veredelung ist ein Zollverfahren, das es erlaubt, Vormaterial fuer zur Ausfuhr bestimmte Waren entweder ohne Zahlung von Einfuhrabgaben einzufuehren oder die gezahlten Abgaben spaeter erstattet zu bekommen.

Das Ziel ist klar: die Vormaterialkosten des Exporteurs zu senken. Genutzt wird es vor allem dort, wo Vormaterial eingefuehrt und das Erzeugnis ausgefuehrt wird - Stahl, Textil und Maschinenbau.

Zwei Systeme

Nichterhebung und Rueckverguetung
NichterhebungAbgaben werden nicht vorab gezahlt; eine Sicherheit wird geleistet
RueckverguetungAbgaben werden gezahlt und nach der Ausfuhr erstattet
SicherheitBei Nichterhebung erforderlich, bei Rueckverguetung nicht
LiquiditaetBei Nichterhebung guenstiger
In der PraxisDie Nichterhebung wird haeufiger genutzt

Die Bewilligung

Das Verfahren setzt eine vorherige Bewilligung voraus. Darin sind das einzufuehrende Vormaterial, das herzustellende Erzeugnis, die Mengen und die Frist festgelegt.

Die Bewilligung enthaelt eine Verpflichtung: innerhalb der Frist ist eine bestimmte Menge auszufuehren. Frist und Menge sind die beiden kritischen Groessen.

Erledigung

Zum Fristende werden der Verwaltung Nachweise ueber die erfolgte Ausfuhr vorgelegt. Wird die Verpflichtung vollstaendig erfuellt, wird die Sicherheit freigegeben.

Andernfalls werden die nicht erhobenen Abgaben mit Zinsen nachgefordert und weitere Folgen koennen eintreten. Frist und Ausfuhrplan muessen deshalb von Anfang an realistisch angesetzt werden.

Abfall und Nebenerzeugnisse

Auch Abfaelle und Nebenerzeugnisse werden in der Bewilligung erfasst. In der Stahlbearbeitung faellt darunter etwa Verschnitt und Spanmaterial.

Ist deren Behandlung nicht von Beginn an geregelt, entstehen bei der Erledigung Probleme, weil die Mengenbilanz nicht aufgeht.

Verhaeltnis zum Zolllager

Zolllager und aktive Veredelung sind verschiedene Verfahren, koennen einander aber ergaenzen. Das Vormaterial kann im Zolllager warten, bis die Bewilligung vorliegt, und dann durch Verfahrenswechsel in die aktive Veredelung ueberfuehrt werden.

So lassen sich Containerkosten vermeiden, die waehrend der Wartezeit auf die Bewilligung entstehen wuerden.

Häufig gestellte Fragen

Fragen zu dieser Seite

Was ist guenstiger, Nichterhebung oder Rueckverguetung?

Bei der Nichterhebung werden keine Abgaben vorab gezahlt, die Liquiditaet bleibt erhalten; deshalb wird sie haeufiger genutzt. Bei der Rueckverguetung wird gezahlt und spaeter erstattet, was Kapital bindet. Die Wahl richtet sich nach Liquiditaet und Geschaeftsplan.

Kann die Frist verlaengert werden?

Die Vorschriften sehen unter bestimmten Voraussetzungen zusaetzliche Zeit vor. Ein Automatismus besteht nicht; es bedarf eines begruendeten Antrags. Die Frist sollte von Anfang an gesteuert und nicht auf eine Verlaengerung gebaut werden.

Was passiert, wenn die Verpflichtung nicht erfuellt wird?

Die nicht erhobenen Einfuhrabgaben werden mit den anfallenden Zinsen erhoben und die gesetzlich vorgesehenen Sanktionen koennen greifen. Der Ausfuhrplan sollte daher die Bewilligungsfrist bestimmen, nicht umgekehrt.

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