Der Umschlag schwerer Lasten gehört zu den Tätigkeiten mit dem höchsten Arbeitsunfallrisiko. Coils, Knüppel und Profilbunde bergen Kipp- und Quetschgefahr; bei diesem Gewicht verzeiht ein Fehler nichts.
Der Weg, das Risiko zu verringern, ist keine einzelne Maßnahme, sondern eine Ordnung sich gegenseitig stützender Vorkehrungen.
Grundlegende Maßnahmen
- Begrenzung der Stapelhöhen nach Erzeugnisart
- Trennung des Staplerverkehrs von den Fußwegen
- Pflicht zu Keilen bei rollfähigen Lasten
- Kontrolle von Ebenheit und Tragfähigkeit des Bodens
- Persönliche Schutzausrüstung: Helm, Sicherheitsschuhe, Warnweste
- Regelmäßige Schulung und Übungen für die Mannschaft
Einsatz von Stapler und Kran
Der Stapler ist das Gerät, das im Lager an den meisten Unfällen beteiligt ist. Manöver mit eingeschränkter Sicht, schnelle Wendungen und Überlastung sind die Hauptrisiken.
Beim Heben mit dem Kran sind die Wahl von Anschlagmittel und Anschlagpunkt entscheidend; der Schwerpunkt der Last muss richtig bestimmt werden.
Brandschutz
Feuerlöschanlage, Beleuchtung und Sicherungsanlagen müssen funktionsfähig sein.
Entzündliche und leicht entzündliche Stoffe dürfen von Gesetzes wegen nur in Zolllagern gelagert werden, in denen dafür besondere Einrichtungen bestehen.
Der Zusammenhang zwischen Aufzeichnung und Arbeitssicherheit
Gut geführte Bestandsaufzeichnungen dienen auch der Arbeitssicherheit: In einem Lager, in dem bekannt ist, was wo und mit welchem Gewicht liegt, lässt sich ein Manöver planen.
In einem Lager ohne Aufzeichnungen erfolgt dagegen jede Bewegung nach Schätzung; von dort wächst das Risiko.
