Bei Stahlerzeugnissen bestimmt die Stapelung sowohl die Arbeitssicherheit als auch die Erzeugnisqualität. Falsches Stapeln hat zwei Folgen: Unfälle durch Umkippen und Wertverlust durch Oberflächenschäden.
Richtiges Stapeln hat drei Regeln: geeigneter Boden, begrenzte Höhe und Zwischenlagen je nach Erzeugnisart.
Stapelung nach Erzeugnisart
| Coils | Bodenstapelung; Wegrollen wird mit Keilen verhindert |
|---|---|
| Farbbeschichtetes Blech | Zwischenlagen; Schutz vor Reibung und Stoß |
| Profile und Rohre | Als Bund, lagenweise mit Holzzwischenlagen |
| Betonstahl | Getrennt nach Durchmesser und Länge; kein Bodenkontakt |
| Knüppel | Auf der Freifläche, begrenzte Lagenzahl |
Boden und Höhe
Der Boden muss eben, tragfähig und für die Last ausgelegt sein. Da beim Stahl die Punktlasten sehr hoch sind, führt ein schwacher Boden zu Einsenkungen und Umkippen.
Die Stapelhöhe wird nach Erzeugnisart und Verpackungsfestigkeit begrenzt. „So hoch, wie es passt“ ist keine Regel.
Verwendung von Zwischenlagen
Zwischenlagen aus Holz oder geeignetem Material zwischen den Lagen erfüllen zwei Zwecke: Sie verteilen die Last und ermöglichen das Einfahren der Gabelzinken.
Bei farbbeschichteten und verzinkten Oberflächen verhindern Zwischenlagen zusätzlich Reibschäden.
Den Bodenkontakt unterbrechen
Die Feuchtigkeit im Betonboden löst bei unmittelbar aufliegendem Stahl Korrosion aus. Der Kontakt ist mit Paletten oder Kanthölzern zu unterbrechen.
Auf der Freifläche ist diese Regel noch wichtiger; an Stellen mit stehendem Wasser wird nicht gestapelt.
