Bei Ladungen in den Irak ist das Zolllager der Punkt, an dem die Ware wartet, ohne in die Türkei eingeführt zu werden, und von dem aus sie versandt wird. Wegen des Andrangs an den Grenzübergängen und der Verfahren auf Käuferseite ist Warten ein häufiger Fall.
⚠ Betriebszustand der Übergänge sowie Unterlagen- und Genehmigungsanforderungen ändern sich zeitweise. Lassen Sie sich den aktuellen Stand vor jeder Sendung von Ihrem Zollagenten und der zuständigen Behörde bestätigen.
Der typische Ablauf
- Die Ladung gelangt vom Hafen oder vom Walzwerk in das Zolllager
- Im Zolllager wird sie gewogen und gezählt, der Verpackungszustand wird erfasst
- Sobald Käufer und Versandplan feststehen, wird die Partie aufgeteilt
- Die Versand- oder Wiederausfuhranmeldung wird abgegeben
- Das Fahrzeug wird unter Verschluss gelegt und zum Grenzübergang befördert
Die Kostenpositionen
Die Gesamtkosten bestehen nicht nur aus der Lagerung. Je Sendung entstehen die folgenden Positionen:
| Lagerung | abhängig von Wartezeit und Volumen |
|---|---|
| Verladung / Entladung | je Fahrzeug oder Container |
| Behandlung | Aufteilen, Etikettieren, Verpacken |
| Landtransport | Entfernung Zolllager–Grenzübergang |
| Anmeldung und Sicherheit | im Rahmen des Versandverfahrens |
Warum sich das Warten in einen Vorteil verwandeln lässt
Für ein Unternehmen, das die Ware bereits eingeführt hat, bedeutet eine Verzögerung auf Käuferseite eine Finanzierungslast: Die Abgaben sind gezahlt, das Geld ist gebunden.
Bei einer im Zolllager wartenden Ladung entstehen keine Abgaben, sodass die Kosten der Verzögerung allein im Lagerentgelt bestehen. Dieser Unterschied ist auf Routen mit möglicher langer Wartezeit deutlich.
Der häufigste Stolperstein bei den Papieren
Die Mengenabweichung. Stimmt die Menge im Konnossement oder in der Rechnung nicht mit dem tatsächlichen Wiegeergebnis überein, bleibt die Sendung an der Grenze stehen.
Deshalb sind das Wiegen und das Protokoll bei der Einlagerung nicht nur eine interne Aufzeichnung, sondern auch die Grundlage der Ausfuhrpapiere.
