Lkw auf der Straße

Was ist Transithandel?

Wenn die Ware ihren Weg fortsetzt, ohne in die Türkei zu gelangen, ist das Transithandel. Wie wird er aufgesetzt?

Außenhandel und Transit 2 Min. Lesezeit

Beim Transithandel wird die Ware nicht in die Türkei eingeführt; sie passiert das Land lediglich oder wartet eine Zeit lang und wird dann in ein anderes Land weitergeleitet. In der Türkei entstehen keine Einfuhrabgaben.

Diese Struktur ist für den Händler gedacht, der die Türkei nicht als Absatzmarkt, sondern als Umschlag- und Wartepunkt nutzt.

In welchen Fällen sie nützlich ist

  • Wenn das Zoll- oder Finanzierungsverfahren im Bestimmungsland noch nicht abgeschlossen ist
  • Wenn eine große Partie aufgeteilt an mehrere Käufer versandt werden soll
  • Wenn eine Seefrachtsendung auf die Straße umgeschlagen werden soll
  • Wenn Lagerkosten oder Risiko im Bestimmungsland hoch sind

Die Rolle des Zolllagers

Im Transithandel ist das Zolllager der Punkt, an dem die Ware wartet und aufgeteilt wird. Solange die Ware im Zolllager liegt, gilt sie nicht als in die Türkei eingeführt.

Während der Wartezeit können übliche Behandlungen wie Trennen, Etikettieren und Umpacken vorgenommen werden; danach geht die Ware in Teilen oder als Ganzes auf den Weg.

Warum die Geografie wichtig ist

Im Transithandel bestimmt die Entfernung die Kosten. Ein Zolllager nahe am Abgangshafen und am Grenzübergang des Bestimmungslandes verkürzt den gesamten Transport.

Der Golf von İskenderun ist in dieser Hinsicht im Vorteil: Hafen, die Walzwerke der Region und die Landgrenzen zu Syrien und dem Irak liegen nahe beieinander.

Worauf zu achten ist

Transitvorgänge unterliegen einer eigenen Unterlagenordnung; klären Sie Anmeldung und Sicherheitsleistung mit Ihrem Zollagenten.

Auch die Unterlagenordnung des Bestimmungslandes muss von Anfang an bekannt sein: Ein fehlendes Papier lässt die Ladung an der Grenze warten.

Häufig gestellte Fragen

Fragen zu dieser Seite

Zahle ich beim Transithandel in der Türkei Abgaben?

Da die Ware nicht eingeführt wird, entstehen in der Türkei keine Einfuhrabgaben. Dienstleistungsentgelte und Ihre eigenen steuerlichen Pflichten sind davon getrennt.

Wie lange kann die Ladung warten?

Im Zolllagerverfahren ist die Verweildauer unbegrenzt; zieht sich das Verfahren im Bestimmungsland hin, wartet die Ladung weiter.

Kann ich die Partie aufgeteilt versenden?

Ja, das können Sie. Das Trennen gehört zu den zulässigen Behandlungen; jeder Teil wird in den Bestandsaufzeichnungen als eigene Position geführt.

Wann ist die direkte Umladung ohne Einlagerung sinnvoller?

Wenn Käufer, Termin und Menge schon vor dem Transport feststehen, ist die direkte Umladung ohne Einlagerung sinnvoller. Das Zolllager kommt dann ins Spiel, wenn der Käufer noch offen ist, die Partie geteilt werden soll oder sich der Ablauf im Bestimmungsland verzögert. Die Ware bleibt so lange unter Zollaufsicht.

Was passiert mit der Ware, wenn der Verkauf im Bestimmungsland platzt?

Die Ware bleibt im Lager und kann an einen anderen Käufer oder in ein anderes Land umgeleitet werden. Entscheiden Sie sich stattdessen für die Einfuhr in die Türkei, wechselt das Zollverfahren und die Einfuhrpflichten entstehen an dieser Stelle. Prüfen Sie die Varianten vor der Entscheidung mit Ihrem Zollagenten.

Wann steht die Dokumentenliste für eine Transitsendung endgültig fest?

Die Dokumentenliste steht erst fest, wenn Bestimmungsland und Grenzübergang geklärt sind; ändert sich der Aufbau der Sendung, ändert sich auch die Liste. Da Betrieb, Genehmigungsregime und geforderte Papiere an den Grenzübergängen zeitweise wechseln, lassen Sie das vor jeder Sendung von Ihrem Zollagenten und der zuständigen Behörde bestätigen.

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