Demurrage ist das Entgelt fuer einen Container, der die Freizeit innerhalb des Hafengelaendes ueberschreitet. Detention ist das Entgelt fuer die verspaetete Rueckgabe des leeren Containers nach Verlassen des Hafens.
Es sind zwei getrennte Posten, die bei derselben Sendung auch nacheinander anfallen koennen. Ein grosser Teil unerwarteter Importkosten entsteht hier, und beide Tarife steigen mit der Zeit.
Der Unterschied in einer Tabelle
| Wo es entsteht | Demurrage im Hafen, Detention ausserhalb |
|---|---|
| Wofuer gezahlt wird | Demurrage: Belegung des Terminals. Detention: Vorhalten des Containers |
| An wen | Demurrage meist an Hafen oder Linienagentur, Detention an die Linienagentur |
| Wann es endet | Demurrage mit Verlassen des Terminals, Detention mit Rueckgabe des Leercontainers |
| Freizeit | In Tagen definiert, je nach Vertrag unterschiedlich |
Wie die Freizeit funktioniert
Der Befoerderungsvertrag legt eine Freizeit fest, in der keine Zusatzkosten entstehen. Danach beginnt ein Tagessatz, der in den meisten Tarifen stufenweise steigt: in den ersten Tagen niedriger, danach deutlich hoeher.
Wegen dieses Aufbaus kostet eine Woche Verzug mehr als das Siebenfache des ersten Tagessatzes. Entscheidend ist, den Verzug kurz zu halten.
Warum es zu Verzug kommt
- Fehlende oder fehlerhafte Dokumente - die haeufigste Ursache
- Auswahl zur Zollbeschau und Wartezeit auf den Termin
- Zu spaete Planung von Lager und Transport durch den Importeur
- Laenger laufende Zahlungs- oder Akkreditivprozesse
- Verspaetete Genehmigungen anderer Behoerden
- Andrang bei der Rueckgabestelle fuer Leercontainer
Wie ein Zolllager die Kosten senkt
Solange der Container im Hafen steht, laeuft Demurrage weiter. Wird die Ware in ein Zolllager verbracht, kann der Container entladen und zurueckgegeben werden; die containerbezogene Uhr stoppt, waehrend die Ware unter Zollaufsicht weiter wartet.
Das bringt zweierlei: die taeglichen Containerkosten enden, und die Entscheidungszeit fuer die Ware verlaengert sich. Die Abgabenschuld bleibt bis zur Entnahme aufgeschoben.
Was sich im Voraus tun laesst
- Dokumente vor Ankunft des Schiffes vollstaendig an den Zollagenten geben
- Aus dem Vertrag klaeren, wie viele Freitage gelten
- Mit der Moeglichkeit einer Beschau planen
- Entlade- und Transporttermine vorab buchen
- Bei absehbar langen Verfahren die Einlagerung ins Zolllager von Anfang an einplanen
